One-Rep-Max Rechner

Der One-Rep-Max Rechner schätzt das höchste Gewicht, das Sie bei einer sauberen Wiederholung einer Übung bewältigen könnten. Sie geben ein Gewicht und die geschaffte Wiederholungszahl aus einem normalen Trainingssatz ein, und das Werkzeug berechnet daraus Ihr geschätztes 1RM. Dieser Wert ist die zentrale Bezugsgröße für die Trainingssteuerung im Krafttraining und macht Ihre Belastung über Wochen hinweg planbar, ohne dass Sie ein riskantes Maximalgewicht heben müssen.

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Was das 1RM ist und wozu Sie es brauchen

Das One-Repetition-Maximum, kurz 1RM, bezeichnet die maximale Last, die Sie bei einer Übung genau ein einziges Mal mit korrekter Technik bewegen können. Es ist das gebräuchlichste Maß für die Maximalkraft eines Muskels oder einer Muskelgruppe bei einer bestimmten Bewegung wie Kniebeuge, Bankdrücken oder Kreuzheben.

Das 1RM dient als Ankerwert für Ihre gesamte Trainingsplanung. Nahezu jedes strukturierte Kraftprogramm gibt Arbeitsgewichte als Prozentsatz des 1RM an, etwa vier Sätze zu fünf Wiederholungen mit 80 Prozent. Ohne einen verlässlichen 1RM-Wert lassen sich solche Vorgaben nicht in konkrete Kilogramm übersetzen. Damit der Muskelaufbau gelingt, deckt der Protein Rechner zudem Ihren täglichen Eiweißbedarf ab. Auch um Fortschritte objektiv zu messen, ist das 1RM nützlich, denn ein steigender Maximalkraftwert belegt einen echten Kraftzuwachs.

Warum man das 1RM schätzt statt es zu testen

Ein echter 1RM-Test bedeutet, eine Last bis an die absolute Leistungsgrenze zu heben. Das birgt ein erhöhtes Verletzungsrisiko, besonders für Anfänger*innen, für Personen ohne erfahrene Trainingspartner*innen und bei technisch anspruchsvollen Übungen. Bei einem echten Maximalversuch reagiert der Körper mit hoher Belastung auf Gelenke, Sehnen und Wirbelsäule, und kleine Technikfehler können unter Maximallast schnell zu Beschwerden führen.

Die Schätzung über eine Formel umgeht dieses Risiko. Sie absolvieren einen normalen Satz mit einem submaximalen Gewicht bis kurz vor das Muskelversagen und lassen das 1RM daraus berechnen. So erhalten Sie eine belastbare Orientierung, ohne sich oder Ihr Material an die Grenze zu bringen. Gerade im Aufbautraining und in der Rehabilitation ist die geschätzte Variante deshalb der Standardweg.

Die Formeln und ihre Genauigkeit

Dieser Rechner kombiniert drei etablierte Formeln. Die Epley-Formel berechnet das 1RM als Gewicht mal eins plus Wiederholungen geteilt durch dreißig. Die Brzycki-Formel nutzt das Verhältnis sechsunddreißig zu siebenunddreißig minus Wiederholungen. Die Lander-Formel arbeitet mit einem festen Koeffizienten und liefert bei mittleren Wiederholungszahlen sehr ähnliche Werte. Aus den drei Ergebnissen bildet der Rechner den Mittelwert, was Ausreißer einzelner Formeln abfedert.

Am genauesten arbeiten diese Schätzungen im Bereich bis etwa zehn Wiederholungen. Je höher die Wiederholungszahl, desto stärker wirken individuelle Faktoren wie Ihre Kraftausdauer und der Anteil schneller Muskelfasern, und desto ungenauer wird die Hochrechnung. Für eine verlässliche Schätzung wählen Sie daher ein Gewicht, mit dem Sie etwa drei bis acht saubere Wiederholungen schaffen. Der ermittelte Wert bleibt eine Näherung und ersetzt keinen tatsächlichen Test, reicht aber für die Trainingsplanung vollkommen aus.

Die Prozenttabelle für die Trainingssteuerung

Sobald Ihr 1RM feststeht, leiten Sie daraus Ihre Arbeitsgewichte ab. Jeder Prozentbereich entspricht einer typischen Wiederholungszahl und damit einem Trainingsziel: Hohe Prozentsätze mit wenigen Wiederholungen entwickeln Maximalkraft, mittlere Bereiche fördern vor allem den Muskelaufbau, niedrigere Prozentsätze mit vielen Wiederholungen schulen die Kraftausdauer.

Prozent des 1RMUngefähre Wiederholungen
95 %~2 Wiederholungen
90 %~4 Wiederholungen
85 %~6 Wiederholungen
80 %~8 Wiederholungen
75 %~10 Wiederholungen
70 %~12 Wiederholungen
65 %~15 Wiederholungen
60 %~18 Wiederholungen
55 %~20 Wiederholungen
50 %~22 Wiederholungen

Diese Richtwerte gelten als Orientierung. Ihre persönliche Wiederholungszahl bei einem bestimmten Prozentsatz kann je nach Übung und Trainingsstand etwas abweichen, weshalb Sie die Tabelle als Ausgangspunkt und nicht als starre Vorgabe verstehen sollten.

Sicherheitshinweise für die Anwendung

Wärmen Sie sich vor jedem schweren Satz gründlich auf, indem Sie mit leichten Gewichten beginnen und sich in mehreren Stufen an die Arbeitslast herantasten. Eine saubere Technik hat immer Vorrang vor dem Gewicht, denn nur eine korrekt ausgeführte Wiederholung liefert eine brauchbare Grundlage für die Schätzung und schützt Ihre Gelenke.

Bei schweren Sätzen im Bankdrücken oder bei der Kniebeuge sollten Sie nach Möglichkeit eine sichernde Person, einen sogenannten Spotter, hinzuziehen oder Sicherheitsablagen am Rack nutzen. Steigern Sie Ihr Trainingsgewicht behutsam über Wochen und nicht sprunghaft. Wenn Sie gesundheitliche Vorbelastungen haben oder neu mit dem Krafttraining beginnen, halten Sie vorab Rücksprache mit einer fachkundigen Trainer*in oder Ihrer Ärzt*in.

FAQ

Häufige Fragen

Die Schätzung ist am genauesten, wenn Sie ein Gewicht für etwa drei bis zehn Wiederholungen verwenden. In diesem Bereich liegt der berechnete Wert meist nahe am tatsächlichen 1RM. Bei sehr vielen Wiederholungen nimmt die Genauigkeit ab, weil dann die individuelle Kraftausdauer stärker ins Gewicht fällt.
Wählen Sie ein Gewicht, mit dem Sie drei bis acht saubere Wiederholungen bis kurz vor das Muskelversagen schaffen. Dieser Bereich liefert die zuverlässigste Schätzung. Geben Sie genau die Zahl der vollständig und technisch korrekt ausgeführten Wiederholungen ein.
Epley, Brzycki und Lander sind drei anerkannte Formeln, die jeweils leicht unterschiedliche Ergebnisse liefern. Der Rechner bildet aus ihnen den Mittelwert als angezeigtes 1RM, um die Stärken der einzelnen Formeln zu kombinieren und Ausreißer auszugleichen.
Ein direkter Maximaltest ist möglich, aber wegen des Verletzungsrisikos vor allem für Anfänger*innen nicht empfehlenswert. Die Schätzung über einen submaximalen Satz ist sicherer und für die Trainingsplanung ausreichend genau. Wenn Sie testen, dann nur mit erfahrener Sicherung und nach gründlichem Aufwärmen.

Quellen

  • Epley, B. (1985): Poundage Chart. Boyd Epley Workout, University of Nebraska.
  • Brzycki, M. (1993): Strength Testing, Predicting a One-Rep Max from Reps-to-Fatigue. JOPERD.
  • Haff, G. G. & Triplett, N. T. (2016): Essentials of Strength Training and Conditioning (NSCA), 4. Auflage.
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