Grundumsatz Rechner

Dieser Rechner ermittelt Ihren Grundumsatz (BMR), die Kalorien, die Ihr Körper in völliger Ruhe verbraucht. Sie erhalten die Werte nach zwei Formeln: Mifflin-St-Jeor (modern, empfohlen) und Harris-Benedict (klassisch).

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Was ist der Grundumsatz?

Der Grundumsatz (Basal Metabolic Rate, BMR) ist die Energiemenge, die Ihr Körper in völliger Ruhe benötigt, nur um lebenswichtige Funktionen wie Herzschlag, Atmung, Körpertemperatur und Organfunktionen aufrechtzuerhalten. Er macht etwa 60–75 % Ihres gesamten täglichen Kalorienverbrauchs aus. Die restlichen 25–40 % entfallen auf körperliche Aktivität und die Verdauung.

Grundumsatz vs. Gesamtumsatz

Der Grundumsatz ist die Basis. Multipliziert mit Ihrem Aktivitätsfaktor (PAL) ergibt sich der Gesamtumsatz (TDEE), also die Kalorien, die Sie tatsächlich pro Tag verbrauchen. Beispiel: Ein Grundumsatz von 1.500 kcal × PAL 1,55 (moderat aktiv) ergibt 2.325 kcal Gesamtumsatz. Unser Kalorienrechner berechnet beide Werte.

Was beeinflusst den Grundumsatz?

Mehrere Faktoren bestimmen, wie hoch Ihr Grundumsatz ausfällt. Die Muskelmasse ist der wichtigste beeinflussbare Faktor, denn Muskeln verbrauchen auch in Ruhe Energie. Männer haben durch den höheren Muskelanteil meist einen höheren Grundumsatz als Frauen. Mit zunehmendem Alter sinkt der Grundumsatz, weil die Muskelmasse abnimmt. Auch Körpergröße und Gewicht erhöhen den Wert, da ein größerer Körper mehr Energie für seine Funktionen benötigt. Schilddrüsenhormone, Fieber und Stress können den Grundumsatz vorübergehend steigern, sehr strenge Diäten senken ihn dagegen ab.

Welche Formel ist genauer?

FormelJahrGenauigkeit
Mifflin-St-Jeor1990Genauer für Übergewichtige und die heutige Bevölkerung. Bei etwa 80 % der Menschen auf ±10 % genau.
Harris-Benedict1919Ältere Formel, überschätzt den Grundumsatz bei sitzenden Menschen oft um 5–10 %.

Wie wird der Grundumsatz berechnet?

Mifflin-St-Jeor (Männer): BMR = 10 × Gewicht + 6,25 × Größe − 5 × Alter + 5. Für Frauen: BMR = 10 × Gewicht + 6,25 × Größe − 5 × Alter − 161. Harris-Benedict (Männer): BMR = 66,47 + 13,75 × Gewicht + 5,003 × Größe − 6,755 × Alter. Für Frauen: BMR = 655,1 + 9,563 × Gewicht + 1,85 × Größe − 4,676 × Alter.

Kann ich meinen Grundumsatz steigern?

In gewissem Rahmen ja, vor allem über den Aufbau von Muskelmasse durch regelmäßiges Krafttraining. Jedes Kilogramm Muskel verbraucht auch im Ruhezustand zusätzliche Energie, der Effekt ist allerdings moderater, als oft behauptet wird. Ausreichend Protein unterstützt den Muskelerhalt, und genügend Schlaf hält den Hormonhaushalt stabil. Wichtig ist der Umkehrschluss: Sehr starke Kalorienrestriktion über lange Zeit senkt den Grundumsatz, weil der Körper in einen Sparmodus schaltet und Muskeln abbaut. Moderate Defizite sind deshalb nachhaltiger als radikale Diäten.

Grenzen des Grundumsatz-Rechners

Formeln liefern Durchschnittswerte. Ihr tatsächlicher Grundumsatz kann durch Muskelmasse, Hormone, Medikamente oder Stoffwechselerkrankungen abweichen. Eine exakte Messung ist nur mittels indirekter Kalorimetrie in einem medizinischen Labor möglich.

FAQ

Häufige Fragen

Der Grundumsatz (BMR = Basal Metabolic Rate) ist die Energiemenge, die Ihr Körper in völliger Ruhe benötigt, nur um lebenswichtige Funktionen wie Herzschlag, Atmung und Körpertemperatur aufrechtzuerhalten. Er macht etwa 60–75 % Ihres gesamten täglichen Kalorienverbrauchs aus.
Der effektivste Weg ist der Aufbau von Muskelmasse durch Krafttraining. Muskelgewebe verbraucht auch in Ruhe mehr Energie als Fettgewebe. Pro Kilogramm zusätzlicher Muskelmasse steigt der Grundumsatz um etwa 13–20 kcal pro Tag.
Die Mifflin-St-Jeor-Formel (1990) ist für die heutige Bevölkerung genauer, besonders bei übergewichtigen Personen. Die Harris-Benedict-Formel (1919) überschätzt den Grundumsatz bei sitzenden Menschen oft um 5–10 %. Unser Rechner zeigt beide Werte zum Vergleich.

Quellen

  • Mifflin MD et al. (1990). A new predictive equation for resting energy expenditure. American Journal of Clinical Nutrition.
  • Harris J, Benedict F (1919). A biometric study of human basal metabolism. PNAS.