Intervallfasten Rechner

Intervallfasten teilt den Tag in eine Phase mit Mahlzeiten und eine Phase ohne Nahrung. Wer mit dieser Ernährungsform startet, möchte zuerst wissen, wann genau das Essensfenster beginnt und endet. Genau dafür ist dieser Fasten Rechner gedacht. Sie wählen Ihre Methode und die Uhrzeit Ihrer ersten Mahlzeit, der Rechner zeigt Ihnen sofort das passende Ess- und Fastenfenster mit konkreten Uhrzeiten. So lässt sich Intervallfasten ohne Kopfrechnen in den Alltag einbauen.

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Was Intervallfasten ist und was dieser Rechner macht

Intervallfasten, auch intermittierendes Fasten genannt, bezeichnet einen Wechsel zwischen festen Essens- und Fastenphasen innerhalb eines Tages oder einer Woche. Anders als bei klassischen Diäten geht es nicht in erster Linie um die Auswahl bestimmter Lebensmittel, sondern um den Zeitraum, in dem überhaupt gegessen wird. Die bekannteste Variante ist 16:8, bei der Sie 16 Stunden fasten und innerhalb von 8 Stunden essen.

Der Intervallfasten Rechner nimmt Ihnen die Zeitplanung ab. Aus der gewählten Methode ergibt sich die Länge des Essensfensters, denn ein Tag hat 24 Stunden. Bei 16:8 bleiben also 8 Stunden zum Essen, bei 18:6 sechs Stunden, bei 20:4 vier Stunden und bei 14:10 zehn Stunden. Auf Basis Ihrer ersten Mahlzeit berechnet das Werkzeug, bis wann Sie essen dürfen und ab wann das Fastenfenster läuft.

Die gängigen Methoden im Überblick

Welche Methode zu Ihnen passt, hängt von Ihrem Tagesablauf und Ihrer Erfahrung ab. Einsteiger*innen wählen meist 14:10 oder 16:8, weil sich diese Fenster gut mit Beruf und Familie vereinbaren lassen. Die folgende Tabelle fasst die verbreiteten Varianten zusammen.

MethodeFastenfensterEssensfensterEignung
14:1014 Stunden10 StundenSanfter Einstieg
16:816 Stunden8 StundenBeliebter Standard
18:618 Stunden6 StundenFür Geübte
20:420 Stunden4 StundenFortgeschritten
5:22 Tage pro Woche reduziert5 Tage normalWochenrhythmus statt Tagesfenster

Die Methode 5:2 folgt einem Wochenrhythmus: An fünf Tagen essen Sie normal, an zwei nicht aufeinanderfolgenden Tagen wird die Energiezufuhr deutlich reduziert. Sie lässt sich daher nicht über ein tägliches Essensfenster abbilden und ist hier nur zur Einordnung aufgeführt.

Mögliche Vorteile und was die Studienlage sagt

Intervallfasten wird häufig mit Gewichtsabnahme, einem stabileren Blutzucker und einem besseren Stoffwechsel in Verbindung gebracht. Tatsächlich zeigen mehrere Studien, dass die Methode beim Abnehmen helfen kann, weil das begrenzte Zeitfenster die aufgenommene Energiemenge oft von selbst senkt. Ein eindeutiger Vorteil gegenüber einer schlicht kalorienreduzierten Ernährung ist bislang aber nicht belegt.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung bewertet Intervallfasten zurückhaltend. Es kann ein nützlicher Ansatz zur Gewichtsreduktion sein, ersetzt jedoch keine dauerhaft ausgewogene Ernährung und regelmäßige Bewegung. Wichtiger als das Zeitfenster bleibt, was und wie viel Sie insgesamt essen. Das nötige Kaloriendefizit für Ihr Wunschgewicht berechnet Ihnen der Abnehmen Rechner. Wer im Essensfenster überwiegend stark verarbeitete Lebensmittel zu sich nimmt, hebt mögliche Effekte schnell wieder auf.

Was Sie im Fastenfenster trinken dürfen

Ausreichend zu trinken ist während der Fastenphase ausdrücklich erwünscht und unterstützt das Durchhalten. Erlaubt sind alle Getränke ohne nennenswerte Kalorien. Dazu zählen vor allem Wasser, ungesüßter Kräuter- und Früchtetee sowie schwarzer Kaffee ohne Milch und Zucker. Diese Getränke beeinflussen das Fasten praktisch nicht und helfen gegen Hungergefühl.

Vermeiden Sie dagegen alles, was Energie liefert: Milch im Kaffee, Säfte, Softdrinks, gesüßte Tees und kalorienhaltige Snacks unterbrechen das Fasten. Auch Getränke mit Süßstoffen sind umstritten, da sie bei manchen Menschen den Appetit anregen können. Im Zweifel bleiben Sie bei Wasser und ungesüßten Tees.

Wer nicht fasten sollte

Intervallfasten ist nicht für jede Person geeignet. Schwangere und Stillende sollten nicht fasten, da Mutter und Kind eine kontinuierliche Nährstoffversorgung benötigen. Auch bei Untergewicht ist die Methode ungeeignet, weil eine weitere Energiereduktion der Gesundheit schadet. Menschen mit einer aktuellen oder früheren Essstörung sollten ebenfalls auf feste Fastenfenster verzichten, da diese ein gestörtes Essverhalten verstärken können.

Vorsicht gilt zudem bei Kindern und Jugendlichen, bei Diabetes mit Medikamenteneinnahme sowie bei chronischen Erkrankungen. Wenn Sie regelmäßig Medikamente einnehmen oder unsicher sind, ob Intervallfasten zu Ihnen passt, sprechen Sie vorab mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Dieser Rechner liefert eine reine Zeitplanung und ersetzt keine ärztliche Beratung.

FAQ

Häufige Fragen

16:8 heißt, dass Sie 16 Stunden am Tag fasten und alle Mahlzeiten innerhalb eines 8-stündigen Essensfensters zu sich nehmen. Beginnen Sie zum Beispiel um 12:00 Uhr, essen Sie bis 20:00 Uhr und fasten danach bis zum nächsten Mittag.
Das hängt von Ihrem Tagesablauf ab. Viele verschieben die erste Mahlzeit auf den späten Vormittag oder Mittag und essen dafür am Abend in Ruhe. Wählen Sie den Beginn so, dass das Essensfenster gut zu Beruf und Familie passt.
Ja, schwarzer Kaffee ohne Milch und Zucker ist erlaubt und unterbricht das Fasten praktisch nicht. Auch Wasser und ungesüßter Tee sind ausdrücklich erwünscht. Milch, Zucker und Säfte gehören dagegen ins Essensfenster.
Intervallfasten kann beim Abnehmen helfen, weil das begrenzte Zeitfenster die Energiezufuhr oft senkt. Ein klarer Vorteil gegenüber einer normalen kalorienreduzierten Ernährung ist aber nicht belegt. Entscheidend bleibt die Gesamtmenge und Qualität der Nahrung.

Quellen

  • Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE): Intervallfasten als Methode zur Gewichtsreduktion, dge.de
  • Welton S. et al. (2020): Intermittent fasting and weight loss, Canadian Family Physician
  • Patterson R. E., Sears D. D. (2017): Metabolic Effects of Intermittent Fasting, Annual Review of Nutrition
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