Herzfrequenz Zonen Rechner

Wer ausdauernd trainiert, profitiert davon, die eigene Herzfrequenz im Blick zu behalten. Mit unserem Herzfrequenz Zonen Rechner ermitteln Sie aus Ihrem Alter und Ihrem Ruhepuls die fünf Trainingspuls-Zonen nach der bewährten Karvonen-Formel. So erkennen Sie auf einen Blick, in welchem Pulsbereich Sie regenerieren, Grundlagen aufbauen oder an Ihrer Leistungsgrenze arbeiten. Die Berechnung dauert nur wenige Sekunden und liefert Ihnen konkrete Pulswerte für jede Intensitätsstufe.

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Was sind Herzfrequenzzonen und wozu dienen sie?

Herzfrequenzzonen teilen den Bereich zwischen Ruhepuls und maximaler Herzfrequenz in fünf Abschnitte unterschiedlicher Intensität auf. Jede Zone löst im Körper einen anderen Trainingseffekt aus. In niedrigen Zonen verbessern Sie Ihre Grundlagenausdauer und Ihren Fettstoffwechsel, in hohen Zonen steigern Sie Schnelligkeit und maximale Leistungsfähigkeit.

Das Training nach Herzfrequenzzonen hilft Ihnen, gezielt und nicht nach Gefühl zu belasten. Viele Freizeitsportler*innen laufen dauerhaft zu schnell und verschenken so den wertvollen Effekt des lockeren Grundlagentrainings. Wer seinen Trainingspuls kennt, dosiert die Belastung passend zum Ziel und beugt Übertraining vor.

Maximale Herzfrequenz bestimmen: 220 minus Alter und ihre Grenzen

Die maximale Herzfrequenz (HFmax) ist die höchste Schlagzahl, die Ihr Herz unter größter Belastung erreicht. Die bekannteste Schätzformel lautet HFmax = 220 minus Lebensalter. Sie ist einfach, liefert aber nur einen groben Richtwert. Die tatsächliche maximale Herzfrequenz schwankt individuell um bis zu zehn bis zwölf Schläge pro Minute nach oben oder unten.

Eine genauere Schätzung bietet die Formel nach Tanaka: HFmax = 208 minus 0,7 mal Alter. Sie überschätzt die maximale Herzfrequenz bei älteren Menschen weniger stark. Unser Rechner zeigt Ihnen beide Werte. Möchten Sie die HFmax mit verschiedenen Formeln vergleichen, hilft Ihnen der Maximale Herzfrequenz Rechner weiter. Den präzisesten Wert liefert allerdings ein Belastungstest unter ärztlicher Aufsicht, etwa eine Spiroergometrie oder ein Feldstufentest.

Die Karvonen-Formel mit Ruhepuls und Herzfrequenzreserve

Die Karvonen-Formel bezieht neben Ihrem Alter auch Ihren Ruhepuls ein und gilt deshalb als genauer als reine Prozentwerte der maximalen Herzfrequenz. Grundlage ist die Herzfrequenzreserve (HFR), also die Differenz zwischen maximaler Herzfrequenz und Ruhepuls: HFR = HFmax minus Ruhepuls.

Der Trainingspuls für eine gewünschte Intensität ergibt sich dann so: Trainingspuls = Ruhepuls + HFR mal Intensitätsfaktor. Trainieren Sie etwa bei 70 Prozent, multiplizieren Sie die Herzfrequenzreserve mit 0,7 und addieren den Ruhepuls. Je niedriger Ihr Ruhepuls, desto höher fällt Ihre Herzfrequenzreserve aus. Ein gut trainiertes Herz arbeitet ökonomischer und senkt den Ruhepuls über die Zeit messbar ab.

Die fünf Zonen und ihr Trainingseffekt

Die folgende Tabelle fasst die fünf Herzfrequenzzonen mit ihrer Intensität und ihrem jeweiligen Trainingseffekt zusammen. Die Prozentangaben beziehen sich auf die Herzfrequenzreserve nach Karvonen.

IntensitätZoneTrainingseffekt
50 bis 60 %Zone 1, RegenerationAktive Erholung, Aufwärmen, Förderung der Durchblutung
60 bis 70 %Zone 2, GrundlagenausdauerFettstoffwechsel, Grundlagenausdauer, ideal für lange Einheiten
70 bis 80 %Zone 3, Aerobe AusdauerVerbesserung der aeroben Kapazität und Herz-Kreislauf-Leistung
80 bis 90 %Zone 4, Anaerobe SchwelleSteigerung der Laktattoleranz und Wettkampftempo
90 bis 100 %Zone 5, MaximalbereichMaximale Leistung, Schnelligkeit, nur in kurzen Intervallen

Für den Aufbau einer soliden Grundlage verbringen ambitionierte Sportler*innen den Großteil ihres Trainings in den Zonen 1 und 2. Die intensiven Zonen 4 und 5 setzen Sie gezielt und sparsam ein, da sie das Herz-Kreislauf-System stark belasten und längere Erholung erfordern.

Hinweise zur Messung und ärztlicher Check

Für ein zuverlässiges Training zählt eine genaue Pulsmessung. Ein Brustgurt misst die Herzfrequenz über elektrische Signale und liefert besonders bei wechselnder Intensität präzisere Werte als optische Sensoren am Handgelenk. Optische Messungen an der Pulsuhr sind bequem, reagieren aber träger und können bei schnellen Belastungswechseln abweichen.

Ihren Ruhepuls messen Sie am besten morgens direkt nach dem Aufwachen im Liegen. Wenn Sie an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung leiden, Medikamente wie Betablocker einnehmen oder nach längerer Pause wieder mit dem Training beginnen, sprechen Sie vorab mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Die hier berechneten Werte sind Orientierungswerte und ersetzen keine sportmedizinische Untersuchung.

FAQ

Häufige Fragen

Die Formel 220 minus Alter liefert nur einen groben Schätzwert für die maximale Herzfrequenz. Die tatsächliche HFmax kann individuell um zehn bis zwölf Schläge pro Minute abweichen. Genauere Werte liefern die Tanaka-Formel oder ein sportmedizinischer Belastungstest.
Die Karvonen-Formel bezieht zusätzlich zum Alter auch Ihren Ruhepuls über die Herzfrequenzreserve ein. Dadurch passt sie die Trainingspuls-Zonen an Ihren individuellen Fitnessstand an und gilt als genauer als reine Prozentwerte der maximalen Herzfrequenz.
Der prozentuale Fettanteil an der Energiegewinnung ist in Zone 2 (60 bis 70 Prozent) am höchsten. Diese Grundlagenzone eignet sich gut für lange, lockere Einheiten. Für den absoluten Kalorienverbrauch zählt jedoch vor allem die gesamte Trainingsdauer und Intensität.
Messen Sie den Ruhepuls morgens direkt nach dem Aufwachen im Liegen, bevor Sie aufstehen. Zählen Sie die Schläge über eine volle Minute oder nutzen Sie eine Pulsuhr. Ein niedriger Ruhepuls ist häufig ein Zeichen für ein gut trainiertes Herz.

Quellen

  • Karvonen MJ, Kentala E, Mustala O (1957): The effects of training on heart rate. A longitudinal study. Annales Medicinae Experimentalis et Biologiae Fenniae.
  • Tanaka H, Monahan KD, Seals DR (2001): Age-predicted maximal heart rate revisited. Journal of the American College of Cardiology.
  • Deutsche Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention (DGSP): Leitlinien zur sportmedizinischen Vorsorgeuntersuchung.