Burnout Selbsttest

Dieser Burnout Selbsttest hilft Ihnen, in nur zehn Fragen einzuschätzen, wie stark Sie aktuell durch Stress und Erschöpfung belastet sind. Sie bewerten typische Warnsignale auf einer Skala von Nie bis Sehr oft. Am Ende erhalten Sie eine Punktzahl von 0 bis 40 und eine erste Einordnung. Wichtig vorweg: Dieser Burnout Test ersetzt kein ärztliches Gespräch und stellt keine Diagnose. Er ist ein Werkzeug zur Selbstreflexion, das Ihnen zeigen kann, ob Sie genauer hinschauen sollten.

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Kein Arztersatz, nur zur allgemeinen Information. Bei gesundheitlichen Fragen immer ärztlichen Rat einholen.

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Was Burnout ist und was dieser Selbsttest leistet

Burnout beschreibt einen Zustand tiefer, anhaltender Erschöpfung, der vor allem mit dauerhafter Überlastung im Beruf in Verbindung gebracht wird. Die Weltgesundheitsorganisation führt Burn-out in der internationalen Klassifikation ICD-11 als Phänomen im Zusammenhang mit Arbeit, ausdrücklich nicht als eigenständige Krankheit. Betroffene fühlen sich oft über Wochen und Monate ausgelaugt, ohne dass Erholung am Wochenende noch hilft.

Dieser Burnout Selbsttest erfasst zehn häufige Warnsignale: emotionale Erschöpfung, innere Distanzierung, Konzentrationsprobleme, Schlafstörungen und körperliche Beschwerden. Er liefert Ihnen einen Anhaltspunkt, kein abschließendes Urteil. Eine hohe Punktzahl bedeutet nicht automatisch, dass Sie ein Burnout haben. Sie ist vielmehr ein Signal, Ihre Situation ernst zu nehmen und gegebenenfalls fachkundige Unterstützung zu suchen.

Typische Symptome von Burnout

Fachleute beschreiben drei zentrale Kerndimensionen. Die erste ist die emotionale Erschöpfung: Sie fühlen sich leer, kraftlos und ausgebrannt, schon der Gedanke an den nächsten Arbeitstag strengt an. Diese Erschöpfung geht über normale Müdigkeit hinaus und bessert sich durch kurze Pausen kaum noch.

Die zweite Dimension ist die Distanzierung oder Zynismus. Viele Betroffene reagieren zunehmend gereizt, gleichgültig oder abweisend gegenüber Kolleg*innen, Kund*innen oder ihrer eigenen Tätigkeit. Aufgaben, die früher Freude bereitet haben, erscheinen plötzlich sinnlos. Hinzu kommt häufig ein Rückzug aus dem privaten Umfeld.

Die dritte Dimension ist die verringerte Leistungsfähigkeit. Sie haben das Gefühl, weniger zu schaffen als früher, Aufgaben gehen schwerer von der Hand, Konzentration und Gedächtnis lassen nach. Oft kommen körperliche Beschwerden wie Kopf- oder Rückenschmerzen, Schlafprobleme oder ein geschwächtes Immunsystem hinzu.

Mögliche Ursachen und Risikofaktoren

Burnout entsteht selten über Nacht. Meist ist es das Ergebnis von dauerhaftem Stress über einen langen Zeitraum, ohne ausreichende Erholung. Ein hohes Arbeitspensum, ständige Erreichbarkeit, Zeitdruck, fehlende Kontrolle über die eigene Arbeit und mangelnde Anerkennung gehören zu den wichtigsten beruflichen Risikofaktoren.

Auch persönliche Eigenschaften spielen eine Rolle. Wer hohe Ansprüche an sich selbst stellt, schwer Nein sagen kann oder die eigenen Grenzen ignoriert, ist stärker gefährdet. Pflegende Angehörige und Menschen in helfenden Berufen tragen ein erhöhtes Risiko. Wenn Phasen der Belastung nicht durch echte Erholung ausgeglichen werden, kann sich Stress immer weiter aufschaukeln, bis die Reserven aufgebraucht sind.

Was Sie tun können

Der erste Schritt ist, die Warnsignale ernst zu nehmen, statt sie zu überspielen. Planen Sie bewusst Pausen in Ihren Tag ein und gönnen Sie sich echte Erholung ohne Bildschirm. Achten Sie auf einen regelmäßigen Schlaf, denn guter Schlaf ist eine der wichtigsten Quellen für seelische und körperliche Widerstandskraft. Ob sich bei Ihnen ein Schlafdefizit aufgebaut hat, zeigt der Schlafschuld Rechner.

Lernen Sie, Grenzen zu setzen: Nicht jede Aufgabe muss sofort und perfekt erledigt werden, und nicht jede Anfrage verlangt ein sofortiges Ja. Suchen Sie das Gespräch mit Vorgesetzten, wenn die Arbeitslast dauerhaft zu hoch ist. Ebenso wichtig ist soziale Unterstützung: Reden Sie mit Menschen, denen Sie vertrauen, und ziehen Sie sich nicht zurück. Bewegung, frische Luft und Tätigkeiten, die Ihnen Freude machen, helfen zusätzlich, Stress abzubauen.

Wichtiger Hinweis und Hilfsangebote

Dieser Burnout Selbsttest ist eine Orientierungshilfe und keine medizinische Diagnose. Erschöpfung, Antriebslosigkeit und Konzentrationsprobleme können auch Anzeichen anderer Erkrankungen wie einer Depression sein. Eine sichere Einschätzung kann nur eine fachkundige Person treffen.

Wenn Sie sich stark belastet fühlen, holen Sie sich bitte Unterstützung. Eine gute erste Anlaufstelle ist Ihre Hausarztpraxis, die Sie bei Bedarf an psychotherapeutische Hilfe weitervermittelt. In akuten Krisen oder wenn Sie einfach reden möchten, erreichen Sie die Telefonseelsorge kostenlos und anonym rund um die Uhr unter 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222. Sich Hilfe zu holen ist kein Zeichen von Schwäche, sondern ein wichtiger und mutiger Schritt.

FAQ

Häufige Fragen

Nein. Der Burnout Test ist eine reine Selbsteinschätzung und ersetzt kein ärztliches oder psychotherapeutisches Gespräch. Er kann Ihnen Hinweise geben, ob Sie genauer hinschauen sollten, stellt aber keine Diagnose. Diese kann nur eine fachkundige Person stellen.
Sie bewerten zehn Aussagen jeweils von 0 (Nie) bis 4 (Sehr oft). Die Punkte werden addiert, sodass ein Wert zwischen 0 und 40 entsteht. Je höher die Summe, desto mehr Warnsignale haben Sie angegeben. Bereiche von geringen, mittleren und deutlichen Anzeichen helfen bei der Einordnung.
Ab etwa 25 von 40 Punkten zeigen sich deutliche Anzeichen einer anhaltenden Belastung. Aber auch ein mittlerer Wert sollte Sie aufmerksam machen. Entscheidend ist Ihr Gesamteindruck: Wenn Sie sich seit Wochen erschöpft und überfordert fühlen, suchen Sie unabhängig von der Punktzahl das Gespräch mit Fachleuten.
Eine gute erste Anlaufstelle ist Ihre Hausarztpraxis. Sie kann Sie an psychotherapeutische Hilfe weitervermitteln. In Krisen oder wenn Sie reden möchten, erreichen Sie die Telefonseelsorge kostenlos und anonym unter 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222, rund um die Uhr.

Quellen

  • Weltgesundheitsorganisation (WHO): Burn-out als Berufsphänomen in der internationalen Klassifikation ICD-11
  • Stiftung Deutsche Depressionshilfe: Informationen zu Burnout und Abgrenzung zur Depression
  • Telefonseelsorge Deutschland: kostenlose und anonyme Beratung unter 0800 111 0 111 und 0800 111 0 222